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NEUE MUSIK IM FLÄMING

NEUE MUSIK IM FLÄMING

Konzerte, Theater, Workshops und Diskussion im Naturpark Fläming Sachsen-Anhalt

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BLOW THE MAUSOLEUM VII – IX

Posted on April 12, 2026

Die Reihe BLOW THE MAUSOLEUM ist mittlerweile zu einem international wahrgenommenen Markenzeichen sowohl des Tierparks Dessau als auch der Neuen Musik im Fläming (NMIF) geworden.

Der akustisch äußerst beeindruckende, ansonsten kaum genutzte Raum des Mausoleums im Zentrum des gezielt okölogisch ausgerichteten und betriebenen Tier- und Lehrparks inmitten des UNESCO-Welterbes Landschaftspark Georgium Dessau wird durch die Veranstaltungen der NMIF kulturell erschlossen und gleichzeitig das zeitgenössische und experimentelle Musikschaffen ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt.

In der Reihe BLOW THE MAUSOLEUM werden Musikerinnen und Musiker von Weltklasse eingeladen, in Zusammenarbeit mit dem künstlerischen Leiter Dietrich Eichmann individuelle Programme für die außergewöhnliche Akustik des 43 m hohen Kuppelbaus zu entwickeln.

BLOW THE MAUSOLEUM VIII
CHRISTINE ABDELNOUR (F/LBN) – Altsaxophon solo

Samstag, 19. September 2026 um 19:00 Uhr

Mausoleum im Tierpark Dessau, Querallee 8, 06846 Dessau-Roßlau
Eintritt 25€ / 15€ (<18 und Mitglieder der Freunde der NMIF e.V.)
Vorverkauf über info@oaksmus.de.
An der Abendkasse ist nur Barzahlung möglich!

Einlass ab 18:30 Uhr

© privat

Christine Abdelnour wurde in einer libanesischen Familie in Paris geboren. Mit der Entdeckung der improvisierten Musik im Jahr 1997 widmete sie sich als Autodidaktin dem Altsaxophon und Klangexperimenten im Allgemeinen. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sie eine persönliche und einzigartige Sprache, die offen ist für Mikrotonalität und zeitgenössische Techniken. Weit entfernt von narrativen Effekten, ist ihr Spiel der elektronischen Musik nahe. Sie behandelt den Klang wie ein plastisches, formbares Material, reich an konkreten Texturen, die sowohl den Atem, die Stille als auch immersive Klänge beinhalten. Sie spielt mit den Effekten der Kompression und der Ausdehnung des Klangs und liebt es, die Grenzen des Klangs auf der Suche nach elektrischem Druck, Sättigung, akustischer Verzerrung oder Rückkopplung zu streifen. Seit über zwanzig Jahren konzertiert sie auf Festivals in Frankreich und im Ausland. Sie hat mehr als fünfzehn CDs veröffentlicht und mit verschiedenen Künstlern aus den Bereichen Bildende Kunst, Tanz, Theater und Poesie zusammengearbeitet. https://christineabdelnoursehnaoui.jimdofree.com


BLOW THE MAUSOLEUM IX
BALTHASAR STREIFF (CH) – Alphorn, Büchel und Artverwandtes solo

Samstag, 26. September 2026 um 19:00 Uhr

Mausoleum im Tierpark Dessau, Querallee 8, 06846 Dessau-Roßlau
Eintritt 25€ / 15€ (<18 und Mitglieder der Freunde der NMIF e.V.)
Vorverkauf über info@oaksmus.de.
An der Abendkasse ist nur Barzahlung möglich!

Einlass ab 18:30 Uhr

© privat

Der Schweizer Musiker Balthasar Streiff spielt Alphorn, Büchel, Trompete, Euphonium, Zink, Tierhörner und Artverwandtes. Grundstudium der Jazzschule Luzern (Trompete und Gesang), abgeschlossenes Kunststudium an den freien Kunstklassen der Hochschule für Gestaltung Basel mit Abschluss ‚Freie Bildhauerei’.2005 bis 2009 Weiterbildung in lochloser Barocktrompete an der Schola Cantorum Basiliensis bei J. F. Madeuf und Zink bei Frithjof Smith.
Verschiedene Arbeiten auf der Schnittstelle von Musik, Raum und Klang führten Streiff zum Alphorn. Seine langjährige Auseinandersetzung mit dem Schweizer Kultinstrument wird begleitet von Projekten quer durch Bereiche von Bildender Kunst, Theater, Performance, Film, Literatur, und die verschiedensten Musikstile. 1996 gründete er zusammen mit dem Stimmperformer Christian Zehnder das international renommierte Duo stimmhorn, 2002 Gründer von Hornroh Modern Alphorn Quartet, mit dem er sich zwischen künftiger Schweizer Tradition und Zeitgenössischer Musik bewegt. Diverse Produktionen, Radio und TV in Schweiz, Deutschland, Österreich.
https://www.streiffalphorn.ch/


Was bisher geschah:

BLOW THE MAUSOLEUM VII
FRANK GRATKOWSKI (D) – Klarinette, Bassklarinette, Altsaxophon solo

Samstag, 2. Mai 2026 um 19:30 Uhr

©Heinrich Brinkmoeller-Becker

 

Frank Gratkowski, geboren 1963 in Hamburg, studierte an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz. Seine instrumentellen Kompetenzen hat er auf fast das gesamte Spektrum der Holzblasinstrumente, einschließlich Flöten, ausgedehnt. Er arbeitet intensiv an klanglichen Erweiterungen und Modifikationen seines Instrumentariums in Solo-Projekten und kleinen Formationen mit unorthodoxen, zum Teil selbst entwickelten Spieltechniken und mikrointervallischen Konzepten. Als Bandleader und Komponist bewegt er sich im weiträumigen Kontext der zeitgenössischen improvisierten Musik; eine trennscharfe Unterscheidung zwischen Komposition und Improvisation gibt es bei ihm nicht.

Schon während des Studiums arbeitete Gratkowski mit dem Posaunisten und Komponisten Klaus König, in Georg Graewes Grubenklangorchester und der WDR Bigband. 1995 gründete er das Frank Gratkowski Trio mit Dieter Manderscheid, Bass, und Gerry Hemingway, Schlagzeug, zu dem 2000 der niederländische Posaunist Wolter Wierbos kam. Seit 2001 besteht ein Trio mit Achim Kaufmann, Klavier, und Wilbert de Joode, Bass. Mit seinem ersten Soloprogramm war er Preisträger beim Wettbewerb „Musik kreativ“; als Solist hat er die bis dato dreiteilige CD-Reihe „Artikulationen“ veröffentlicht (1991, 2000, 2023). 2008 entstand das experimentelle Saxofon-Quartett „Fo[u]r Alto“. Er ist Mitbegründer des Multiple Joy[ce] Orchestra, für das er auch komponiert. In den letzten Jahren arbeitet er zunehmend mit Musiker*innen der jüngeren Generation zusammen, aktuell etwa in dem Quartett The Resonators.

Gratkowski spielte als Solist, Bandleader oder Sideman auf den wichtigsten deutschen und zahlreichen internationalen Festivals. Unter anderem trat er mit einem Trio auf den Donaueschinger Musiktagen auf, hatte 2014 einen Kompositionsauftrag für das Ensemble Zeitkratzer, war 2021 Improviser in Residence beim österreichischen Neue Musik-Festival „Klangspuren“ und arbeitete als Solist mit dem Orchester des Westdeutschen Rundfunks (WDR). Auf dem Festival November Music in Den Bosch und dem Huddersfield Contemporary Music Festival gastierte er mit dem Ensemble Apartment House, für das er eine Auftragskomposition schrieb. Nach seiner Arbeit „Mature Hybird Talking“ für das und mit dem Ensemble Modern 2022 arbeitete er 2023 mit dem Ensemble Musikfabrik.

Unter eigenem Namen veröffentlichte Frank Gratkowski um die 50 CDs, als Sideman ist er an einer unbekannten Anzahl weiterer Produktionen beteiligt. 2005 erhielt er den renommierten Jazzpreis des Südwestrundfunks (SWR).

Frank Gratkowski lebt in Berlin. Er lehrte an Musikhochschulen in Arnheim, Hannover, Berlin und aktuell Köln und kann auf ausgedehnte internationale Erfahrungen als Hochschullehrer und Workshop-Leiter zurückblicken.

www.gratkowski.com

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