Konzert IV am Samstag, 22. August 2020
TRIGGER plus Jérôme Noetinger
Chris Heenan (USA) – Kontrabassklarinette | Matthias Müller (D) – Posaune
Nils Ostendorf (D) – Trompete | Jérôme Noetinger (F) – Revox Tonbandmaschine
1200 Quadratmeter Hof und Garten werden zum musikalischen Raum, in dem sich Kontrabassklarinette, Trompete und Posaune bewegen, deren Klänge Assoziationen an zeitgenössische elektronische Musik wecken. Auf einer Revox B77-Tonbandmaschine aus den 1970er Jahren schneidet Jérôme Noetinger die Klänge live mit und verarbeitet diese Schnipsel mittels Echtzeit-Manipulationen und Live-Loops sofort zu bröckelnden Feedbacks, Knackeffekten und drone-artigen Klangströmen. Das gesamte Gelände wird von den Blasinstrumenten und über Lautsprecher mit deren transformierten Klängen beschallt.

Die Musiker
Nils Ostendorf (*1977, Hamburg) arbeitet als Trompeter und Komponist in Berlin. Er entwickelte eine eigene musikalische Sprache, die von zeitgenössischer Musik, elektroakustischer Musik und Naturgeräuschen inspiriert ist. Er ist international in den Bereichen experimentelle Musik und Improvisation tätig und wirkt an zahlreichen Hörspiel-, Klangkunst- und Theaterproduktionen mit.
Chris Heenan (*1969, Washington D.C.) ist Performer, Komponist und Organisator von experimenteller Musik. Seit 2007 lebt er in Berlin. Mit Altsaxophon, Kontrabassklarinette und analogen Synthesizern erforscht er neue musikalische Formen. Besonders die akustischen Feinheiten der Kontrabassklarinette bringt er unter Einbeziehung von Mehrklängen (Multiphonics) zum Leuchten.
Matthias Müller (*1971, Zeven) ist Mitglied im „Splitter-Orchester“ der Berliner Echtzeitmusik-Szene. Er spielte viele Jahre im „Deutsch-französischen Jazzensemble“ unter Albert Mangelsdorff. Seine Spielweise zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Bandbreite an unkonventionellen, teils selbstentwickelten Spieltechniken aus.

Jérôme Noetinger (*1966, Marseille) ist Komponist von Musique concrète und Gründungsmitglied von Cellule d’intervention METAMKINE. Live arbeitet er mit elektroakustischem Equipment wie Tonbandgeräten, Mischpulten und analogen Synthesizern, um Klänge im Moment ihrer Entstehung zu transformieren.

Die Konzerte I-VI der Reihe Neue Musik im Fläming 2020 wurden gefördert vom Land Sachsen-Anhalt, dem Musikfonds e.V. und dem Landkreis Wittenberg.
